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„Ich zeige eine Installation zum Thema Wunsch-Haus aus Zeichnungen, Skizzen und das daraus ausgewählte Wunsch-Haus „Home“ eine Lackstift Zeichnung auf Acrylglas auf Spiegelfolie.

Mein Projekt ‚Wunsch-Haus‘ thematisiert den schwierigen Begriff des Heims als Mikroheimat nach dem Moto: ‚Da wo mein Herz ist, da ist meine Heimat‘. In Zeiten der Globalisierung ist es sicherlich nicht einfach ‚Zuhause‘ zu definieren. Ein Haus bedeutet Sicherheit und Heimat. Der Wunsch nach Sicherheit ist umso bedeutender und größer wenn man das eigene Heim samt Heimat verloren hat. Der Wunsch, ein Heim zu bauen, steckt in jedem von uns Menschen.

Die Zeichnungen bestehen aus architektonischen Elementen und zeigen fragile, utopische Häuserkonstruktionen. Ausgehend von Fotos konkret existierender Räume fertige ich Zeichnungen an. Diese werden zu imaginären Räumen komponiert. Diese daraus entstehenden, neuen Zeichnungen werden anschließend mit Lackstift auf Acrylglasscheiben gezeichnet und mit Spiegelfolie oder Spiegeln hinterlegt. So wird die imaginäre Spiegelung auch tatsächlich gespiegelt. Dadurch entsteht eine optische wie auch faktische Dreidimensionalität. Es sind Konstruktionen aus Dekonstruktionen. Imaginäre Hauskonstruktionen, die aber unbewohnbar bleiben; das bedeutet dann sozusagen eine Verfremdung der Heimat. Nichts ist so wie es scheint. Schöne, fragile Häuser ohne Verwertung, manche durch Spiegel in der Wirkung noch verstärkt. Die Spiegelung einer Wunschwelt, die es gar nicht gibt.

Die Arbeiten fragen nach dem Selbst, es sind im weitesten Sinne autobiografische Skizzen, die meinen eigenen multinationalen Hintergrund reflektieren. Tatsächlich wird beim Betrachten der ‚Home‘ Zeichnung der Betrachter auch selbst gespiegelt, dadurch entsteht ein Spiegelbild unserer Gesellschaft.

Gezeigt wird das ausgewählte Wunsch-Haus ‚Home‘, eine Zeichnung auf Acrylglas, Spiegelfolie, 100 x 80 cm, mitten in der Menge der Skizzen und Zeichnungen, die zur Wahl standen. Diese zahlreichen (DIN A4 - DIN A1) Papierskizzen und Zeichnungen werden mit Pins auf die Wand um ‚Home‘ herum befestigt wie ‚Notizen‘ auf einer imaginären Pinnwand, in deren Mitte das ausgewählte fertige Werk steht. Es entsteht der Eindruck als ob nach langer Suche und Auswählen endlich die Entscheidung gefällt wurde!

Der Prozess des Auswählens wird dabei gleich zweimal thematisiert: im Arbeitsprozess, während der Entstehung der Zeichnungen und bei der Präsentation der Installation.

Ich bin 1964 in Rumänien geboren, habe Malerei in Bukarest und Grafik in Freiburg studiert, Einzelausstellungen 2008: Förderkünstlerin auf der ‚contemporary art ruhr 08‘ in Weltkulturerbe ‚Zeche Zollverein‘ in Essen; im Deutschen Pavillon auf der Weltausstellung Expo 2008 in Saragossa, Spanien.“