DANKE - für Ihre Stimmen!
Hier sind die 20
Kunstparlamentarier
der gewählten Ausstellung!
MENU ALLTAG
C & G

Wahlversprechen leben vom Vertrauen des Wählers: Entscheidet dieser sich für ein Programm, eine Idee, eine inhaltliche Leitlinie, wählt er quasi gezwungenermaßen den zum Versprechen passenden Kandidaten und es bleibt die Hoffnung, der Kandidat möge das gegebene Versprechen auch einlösen. Wie sich eine Wahl verändert, wenn Kandidaten und Parteiprogramm getrennt voneinander gewählt werden könnten, zeigt die Gruppenkandidatur um Sebastian Cremers.

„Menu Alltag“ serviert den Wählern drei Kandidaten, denen verschiedene Objekte zugewiesen und wie bei einem Wahlauftrag Handlungsanweisungen erteilt werden. Auf http://www.menu-alltag.com können diese zusammengestellt und gewählt werden. Ähnlich einem Balkendiagramm, bei dem man das Ergebnis auf einen Blick sieht, werden die einzelnen Kandidaten in einem leeren Raum mit ihren jeweiligen Tätigkeiten inszeniert. Die Wahlbeteiligung, sowie die Anzahl der einzelnen Wählerstimmen entscheiden über szenografische Fragen, wie die Position im Raum oder wie oft eine Tätigkeit wiederholt wird. Die choreografische Inszenierung wird frontal ohne Schnitt abgefilmt werden. Das Ergebnis wird ein Film sein, der in der Nancyhalle und auf http://www.menu-alltag.com zu sehen sein wird und bei dem der Wähler direkten Einfluss auf den Inhalt hatte.

„Menu Alltag“ macht die Wahl und die darauf folgende Legislatur zur reinen Dienstleistung – ob es sich hierbei um den demokratischen Superlativ und die Einlösung der Funktion des Politikers als Diener des Volkes oder den Totalverfall politischer Kompetenzen handelt, bleibt dem Betrachter überlassen.

20