Joachim Hirling thematisiert in seiner Arbeit den unmittelbaren Verlust der privaten und künstlerischen Heimat, die insbesondere durch die wirtschaftlichen Verhältnisse bedroht ist. Wohin führt der Verlust des privaten Rückzugsraumes und damit des kleinsten Teiles von Heimat? Diese wortwörtliche Wahl der Qual, als die Hirling den Zwang zum Nomadentum des Künstlers in einer globalisierten Welt versteht, übersetzt er in ein Arrangement, das ästhetisch an die eilig und allein nach praktischen Gesichtspunkten zusammengetragenen Heimstätten Obdachloser erinnert.
„Rückkopplung – Wahlheimat“ ist ein provisorisch-experimenteller Kunstraum, eine Konzeptstudie eines Resident Room für temporär in Karlsruhe agierende KünstlerInnen. Ständiger Veränderung durch den Einfluss der innerhalb der Installation beheimateten Künstler unterworfen, ist diese zeitweilige „Wahlheimat“ in stetem Fluss und illustriert die Wechselwirkungen zwischen kurzzeitiger Heimat und den in ihr tätigen Künstlern.
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