Daniel M Fabry überträgt einen aus der Pop-Musik bekannten Mechanismus in die konzeptuelle Kunst seines Exponats: das Featuring. Unter Featuring versteht man die Förderung eines noch unbekannten Künstlers durch eine bereits etablierte, populäre Person, bei der sich die Prominenz und die Qualitätsvermutung des bekannten auf den unbekannten Teilnehmer dieser Symbiose überträgt.
„Gegen(w)art“ lebt in diesem Sinne von der Erwähnung der prominenten Namen von Gavin Turk, Klaus von Bruch und Mischa Kuball, die durch ihre kreative Gegenwart die gezeigten Exponate adeln und bereichern. „Zeige deine Kunst neben internationalen Stars der Kunstszene“ – so der Wahlspruch Fabrys.
Daniel M Fabrys Projekt ist der explizite Gegenentwurf zu demokratischen Grundlagen. Er thematisiert die Gefälligkeits- und Sympathiestrukturen des Kunstbetriebs, die Eigendynamik der künstlerischen Nähe zur Macht und die Etablierung eines Künstlers mit Hilfe derer, die diesen Schritt schon geschafft haben.
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